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Der gar nicht geheime Geheimtipp.

    Der FM4-Moderator Martin Blumenau zeigt den WildUrbs diesmal seinen gar nicht geheimen Geheimtipp. Wir treffen Martin Blumenau zwar im Belvedere, aber selbstverständlich seht ihr nicht die siebenundachzigste „Oh – wir gehen mal durchs Belvedere!“-Begehung. Um seinen Wiener Lieblingspark erspähen zu können, müssen wir etwas tun, was im Fußball ein Regelverstoß wäre: nämlich uns abseits bewegen und dadurch in den botanischen Garten vorstoßen.

    In realiter sind Abseitsbegehungen, WildUrbs wissen das natürlich, fast immer regelkonform. Und dennoch schadet es nicht, seine eigenen Wege und die seiner Mitmenschen zu kennen. Beim Fußballspiel führt die Unkenntnis der Laufwege dazu, dass das Spiel dann, salopp und nicht sehr komplimentierend ausgedrückt, österreichisch anmutet. Beim Gehen in der Stadt reicht das Spannungsfeld bezüglich Wegunkenntnis etwas weiter: Im besten Fall übersehen WildUrbs vieles, im schlechtesten Fall vergehen sie sich. Aber lassen wir Vergleiche zwischen ballestern und WildUrbing sein und widmen uns der Begehung im botanischen Garten mit Martin Blumenau.

    Am Weg in den botanischen Garten der Universität Wien sind einige Möglichkeiten der Gehverirrung zu vermeiden. Zum Beispiel ein Abgehen in einen, wie Martin treffend feststellt, „minimalen Fleck künstlich aufgeschütteter Natur“. Gemeint ist hier der Alpengarten. Der aber natürlich auch immer toll war und sein wird, wenn er nicht gerade renoviert werden würde. Endlich angekommen, haben WildUrbs hier, wie häufig im Leben, zwei Möglichkeiten. Als erstes bietet sich ein Gang durch den botanischen Garten an, um etwa den Weg von Favoriten in die Innere Stadt zu verkürzen. Die zweite Möglichkeit ist die der Entschleunigung, nämlich im botanischen Garten zu verweilen. Um dort, wie Blumenau meint, ein gutes Buch oder ein Mickey-Maus-Heft zu lesen. Oder einfach der Stille zu lauschen, die nur zeitweilig von der einen oder anderen Straßenbahn übertönt wird.

    Der botanische Garten heißt übrigens deshalb botanischer Garten, weil hier unter anderem sehr spezielle Botanik herumsteht. Auch zeigt uns Martin Blumenau, dass WildPeripherics durchaus Lügen gestraft werden könnten, wenn sie meinten, Wien sei eine „flache“ Stadt.

    Natürlich erwacht auch der botanische Garten gerade erst langsam aus seinem Winterschlaf. Das führt dazu, dass der Park für WildUrbs, die der Winterkargheit nicht allzuviel abgewinnen können, noch ziemlich brach liegt. Was sich aber demnächst ohnehin ändern wird und dann bis in den Herbst hinein auch so bleibt. Auf diese Zeit bereitet uns Martin hervorragend vor und zeigt uns, praktisch im Vorbeigehen, das Nadelbaumgemurkse im Nordteil des Parks, den eher laubbaumigeren Südteil und die große Avenue, die in das urbane Getümmel führt.

    Überdies können WildUrbs bei dieser dokumentierten Begehung mit Martin Blumenau erfahren, was den botanischen Garten im Vergleich zum Belvedere republikanisch macht. Außerdem wird sie überraschen, dass er Ähnlichkeiten mit dem Central Park in New York aufweist. Und nicht zu guter Letzt werden hier die schönen Blumen gezüchtet, die dann überall in Wien die Augen der Betrachter/innen erfreuen, wenn sie ausreichend gewachsen sind.

    Es bleibt im Grunde genommen die Feststellung, dass für die Begehung des botanischen Gartens weder Eintrittsgeld noch sonst welcher Obulus zu leisten ist und Besucher/innen sich auch nicht vorab ankündigen zu brauchen. Martin Blumenau freut sich aber bestimmt auf Voranmeldungen, wenn WildUrbs SEINEN botanischen Garten in seinem vielleicht persönlichsten Teil WIENs beGEHEN. Danke Martin!

    Von: Martin Just

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