News, 06.07.2012

De Kiffzweag.

KiffzwergGartenzwerge

    In Wien natürlich Allgemeinbildung, wollen wir hier dennoch erwähnen, dass die eigentlichen Chefs in den Schrebergartensiedlungen die Gartenzwerge sind. Und so eine Schrebergartensiedlung, die ist natürlich umrankt von vielerlei Mythen und Geheimnissen. Das gilt für Menschen, die noch nie in einer Schrebergartensiedlung waren, und, noch mehr, für Menschen, die in solchen wohnen. Je mehr man sie erforscht, desto eigenartiger erscheinen sie. Was also ist passender, als eine Geschichte, die klarstellt, wer eigentlich wirklich Chef im Schrebergarten ist?

    Waun afd' Nochd in da Schrewagoadnsiidlung de Sunn untageed, do liegd da Bresidend scho auf da Laua. Bis zeene deafn de Schrewagaadla draussn grüün, Koatn spüün, tschechan und felleichd sogoa a bissl lauda didschgaln. Owa um Punkd zeene, do suins in Schlapfn hoidn – wäu noch zeene is essn ee ned guad fiad Fadauung, und wauns, fix Oida, goa autschechad Koadn praggn tuan, daun kummd jo ee nua a Schdreidareii und Plearrarei auße. Und didschgaln? Gee, des kaunsd eana soweso ned oodraan. Owa aupumban, des kau ma: Wäu dann dschenööns wenigsdens in de Poisda eine.

    Um Punkd zeene geed da Bresidend oiso daun sei easchde Runde und schaud, ob ee ollas sauwa und uandlich is en seina Siidlung.

    Owa um zeene, do stengan daun no gaunz andre Habdachd. De Goadnzweag nemlich. En gaunzn Tog stengans ruig umadum, maunche grinsn felleichd a bissl bleed, owa se tuan neambn woos. Owa! Brauchsd ned glaubn, dass de olle freindlich auf Lebschi drauf san, wauns aufwochn. Des is so wia ba de Menschn. De aan san Gangal, de aundan san freindlich, de drittn san Pücha, und a poa san sogoa Drogngoadnzweag. Dass de owa schwoaz waradn, des is a Bledsinn. Des glaub ma nua, wäus hoid in da Nochd im Goadn finsta is ois wia in am Beeanoasch.

    Owa umd Beeaneasch geeds ned. Sondan ee um de Drogngoadnzweag. Wos daan de nemlich? Richdig, se neeman Drogn. Owa wia neemans Drogn? Gaunz aafoch. A Bresidend siichd zwoa füü, owa ned ollas, wos de Leid so aubauun. Und oiso gengans umadum uns suachn de aundan Geadn oo noch, Hümme hüf!, Tehaze-hoidign Gewechsn. Des stöö da amoi foa! Goadnzweag, de umadummgengan, und Hasch suachn!

    Do kriagd des Geen nemlich a ganz aundare Bedeidung! Do wiad nemlich damid a glei des Umadumgei kriminöö!

    Und wäu aufn Bresidend ka Faloss is, wäu dea nua an de Tian laand und spechdld, ob de Goadnbesizza ned zlaud didschgaln, und da Fareinskassia scho zmiddog so fett fo de Slivo is, dass a ned amoi mea schiif scheangln kau, hobm se de Zweag, de uandlichn und fleissign nemlich, ausgmochd, dass Geen in Zukunfd fia Goadnzweag faboodn sei sui:

    Olle Goadnzweag bleibm oiso in eanan eiganen Goadn!

    Goadnzweag, de dem Goadnzweaggeefabood zuwidahaundln, wean fom hoen Rod da Goadnzweag beaumdshaundeld und aufm nechsdn Floomoagd an peawease Goadnzweagsaumlla fakaafd.

    Und daun is los gaungan! Glaubz ma! Do scheissd se doch da Farein aun, baa dem, wos se do oogspüüd hod, owa ealich! Daun woas foabei med de Nochdschbaziageng fo de Goadnzweag. Und damed is owa des gaunze Sistem im Goadn zsammbrochn. Wäu, de Goadnzweag, denan eana Funkzion hod jo kaana gsegn. De gaunze Oaweid, de mochn jo ned de Goadnbesizza! De Goadnzweag, des saan de Heinzlmennchen! De hobm nua, weis foa lengarem schoo aufdeckd woan san, de Heinzlmennchen, se inkognido ois Goadnzweag ausgebm. Da Rosn woa oiso neama gmaad, dea woa daun so hoch, dass da Bresisend, waun a schbechdln gaungan is, sofüü Gros niedatredn hod, dass eam olle ghead hobm! Iagendwaun hods daun dem oidn Schdrakil fom Dreiaweg greichd, und er hod dem Bresidend aane betoniad. Und seitdem geed a neama schbechdln. Und da Slivokassia hod se iwahaubd farrend und is nimma aufdauchd.

    Jezzd woas daun a so, dass aa de uandlichn und fleissign Zweag eigseegn hobm, dass a Geefabod fia Goadnzweag in da Nochd im Schrewagoadn goa ned leiwand is. Owa es woa zschbäd.

    Wäu a so a Schrewagoadn is kaa Schrewagoadn, waun da Bresidend ned schbechdeld und se da Kassia unauffindboa baam Braundweina faschteggd und nimma haamkummd.

    Und de Moral foo dem Gaunzn? (aaf Hochdeidsch)

    Eine Einschränkung des Zu-Fuß-GEHens kann zu unerwarteten und unerwünschten GEHsellschaftlichen Veränderungen führen!!!


    LINKS

    Landesverband der Kleingärtner Wien

    Der wilde Gärtner
    http://www.derwildegaertner.at/

    Schoff da an Goatn au
    http://www.youtube.com/watch?v=nACDzKzxe_A

    Onlinestoff
    http://www.bushdoctor.at/ 

    Von: Martin Just

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