Gregor geht!, News
Gregor on Tour: Auf nach Lateinamerika, Teil 3
"HOLA AMIGO! WIE GEHT`S?
Wo kommst Du her?“ „Amigo! Willst Du eine Runde mit der Pferdekutsche mitfahren?“ „Amigo! Eine Mango? Zuckermelonen? Zigarren?“ Das habe ich auch noch nie zuvor erlebt: Ich spaziere mit Margarita durch die nächtlichen Straßen von Cartagena de India, einer wunderschönen Kolonialstadt im Norden Kolumbiens; und alle rufen mir „Amigo!“ zu. Die Kolumbianer sind ein freundliches und lebensfrohes Volk. Unser Frachtschiff liegt vor den mächtigen Festungsmauern der Altstadt vor Anker und wir haben die ganze Nacht und den nächsten Morgen Zeit, um die Stadt zu entdecken!
CARTAGENA WIRD DAS TOR ZU AMERIKA GENANNT
und wurde von den Spaniern bereits kurz nach der Entdeckung Amerikas durch Columbus erbaut. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Umschlagplatz für die Schätze der Kolonien, Gold, Silber, Smaragde und später auch Sklaven – und war dafür oft Ziel von Piraten. Irgendwann wurde es dem spanischen Königshaus zu bunt und sie bauten eine riesige Festung und mächtige Stadtmauern, um die Stadt vor den Eindringlingen zu beschützen. Unter dessen Schutz errichteten die Kolonialherren Paläste, Villen, ein Winkelwerk aus kopfsteingepflasterten Straßen und Klöstern. Ich habe selten eine so schöne Stadt gesehen! Wie aus einer Märchenwelt! Wir spazieren bis spät in der Nacht durch die von alten Straßenlaternen mystisch beleuchteten Gassen, unter alten Holzbalkonen hindurch, die fast alle Häuser zieren und vorbei an Bars, in denen riesige Ventilatoren aus kostbaren Hölzern gegen die Schwüle der Karibik anzukämpfen versuchen – ein Kampf der schwer zu gewinnen ist, doch es gibt ja die erfrischenden Kokosnüsse und Mangos, und schon ruft wieder einer der Straßenhändler sein freundliches „Amigo!“ zu. „Amigo! Quiere un mango? Un coco?!“
ES FOLGT DIE FAHRT DURCH DEN PANAMAKANAL.
Den ganzen Tag über durchqueren wir Schleusen und schippern den schmalen Kanal entlang. Unser Schiff hat die maximale Breite, um gerade noch die Schleusen passieren zu können. Daher haben wir links und rechts jeweils nur 20 cm Abstand zur Kante und es ist eine Kunst ein 257 Meter langes Frachtschiff so zu manövrieren, dass es nicht anstößt. Es gelingt, doch beide, sowohl Marek der Kapitän als auch Gordon der Cheftechniker vom Schiff sind froh, als sie am Abend, mit einem Bier auf der erfolgreiche Durchquerung anstoßen können. Die Sonne geht gerade hinter einer mächtigen Wolke unter und der Pazifik ist so ruhig und klar, dass sich die nahegelegenen Inseln und Wolken wunderbar spiegeln.
Nun folgen wieder einige Tage auf See, bis wir den nächsten Hafen, Callao in Peru, erreichen. Die Tage gleichen sich. Zu den Mahlzeiten treffen sich der Kapitän, die Offiziere, Techniker und wir drei Passagiere am großen Esstisch und tauschen Geschichten aus und dazwischen geht jeder seine eigenen Wege. Die meiste Zeit verbringe ich auf der Brücke, von wo aus das Schiff gesteuert wird. Dort gibt es eine gemütliche, etwas versteckte Sitzecke mit einer feinen Couch und einem guten Ausblick auf die Weite des Ozeans. Dazwischen studiere ich Seekarten, spaziere zum Bug des Schiffes vor, spiele mit Margit Tischtennis oder gehe schwimmen. Das Bad wird jeden Tag mit frischem Meereswasser gefüllt und eine Sauna gibt es auch. So wird es nie langweilig und wenn sich einmal Monotonie einstellt, ist das auch eine spannende Erfahrung, da es eben nicht immer neue Reize gibt und ich Zeit finde, mein eigenes Leben zu betrachten. Manchmal steigt ein Fest am Schiff zu dem sich dann die ganze Crew trifft: ein Barbecue wird aufgetischt und dann geht es ans Karaoke singen. Die Philippinos singen für ihr Leben gern Karaoke und so ertönen alsbald lautstark Abba und die Beatles inmitten der Weite des Ozeans.
WAS FÜR EIN TAG,
kurz vor unserer Ankunft in Lima! In der Früh begleiten uns bereits Delfine und hüpfen übermütig vor dem Bug des Schiffs, dann besuchen uns noch eine ganze Schar Pelikane und zu guter Letzt sehen wir im Nachmittag auch noch die schwarz-weißen Orcas, die immer wieder hoch aus dem Wasser springen und sich platschend fallen lassen. Was für ein magisches Schauspiel – und sie lehren uns Leichtigkeit! Wie mein Freund Martin Weber so schön sagt: „Die Dinge sollen leicht gehen im Leben“ - die Delfine können unsere Lehrmeister sein.
Die Hügel von Valparaiso erscheinen am Firmament. Eine wunderbare Reise geht zu Ende, oder besser gesagt beginnt sie erst so richtig, denn diese vier Wochen auf der MV Bahia waren gerade einmal die Anreise nach Patagonien. Nun geht es in die Wildnis, zu den Gauchos und in die Urwälder, zu Gletschern und türkisblauen Seen. Ich freue mich und blicke voller Erwartung auf die bunten Häuser von Valparaiso, während der Kapitän das Schiffshorn ertönen lässt, um unsere Ankunft in Chile anzukündigen…
Gregor geht!
-
Gregor geht!, News, 21.02.2011
Gregor on Tour: Auf nach Lateinamerika, Teil 3 -
News, Gregor geht!, 09.01.2011
Gregor on Tour: Auf nach Lateinamerika, Teil 2 -
News, Gregor geht!, 09.12.2010
Gregor on Tour: Auf nach Lateinamerika, Teil 1 -
News, Gregor geht!, 25.11.2010
Neue Wege gehen: Mit Gregor on Tour, Teil 3 -
News, Gregor geht!, 27.10.2010
Neue Wege gehen - mit Gregor on Tour, Teil 2 -
Gregor geht!, 19.10.2010
..Neue Wege gehen - mit Gregor on Tour, Teil 1 -
News, Gregor geht!, 19.10.2010
Neue Wege gehen - mit Gregor on Tour, Teil 1





Kommentare einloggen oder registrieren
Sämtliche Einträge dürfen nur nach Maßgabe der WildUrb Nutzungsbedingungen erfolgen.
Keine Kommentare vorhanden.