News, UrbTV, 27.02.2011

Scooter-Revolution in Hütteldorf.

    Nils Krohn und Ruven Rittberger zeigen den URB`s den Skaterpark in Wien Hütteldorf/Bergmillergasse und erzählen, warum Scooter fahren einfacher ist als BMX fahren und Skateboarden und wie herrlich frei man sich fühlt, wenn man auf einem Stuntscooter steht. Hier wird uns der wilde emotional Place von zwei urbigen 11-jährigen Burschen gezeigt. Film ab!

    Google-Maps

    Nils & Ruven erzählen:
    Der Hütteldorfer Skaterpark hat täglich sehr viele Besucher. Von Skateboardern, Bmx-Fahrern und Co sind wir die Scooterfahrer. Wir haben uns dafür entschieden, weil es früher nicht so viele davon gab und uns gefallen hat, etwas Neues auszuprobieren. Jetzt aber kommen doch schon sehr viele Scooterfahrer zu diesem Skaterpark. Immer wenn es nicht gerade regnet, nach der Schule oder am Wochenende sind wir dort. Als wir das erste Mal hierher gekommen sind, haben wir gedacht, es wäre gut, dass wir Scooterfahren, weil das andere alles doch sehr schwer ausgesehen hat. Die BMX-Fahrer haben es wegen der doch relativ schweren BMX Räder nicht so leicht wie wir. Schließlich müssen die ja auch springen und sich in der Luft drehen können. Die Skateboarder haben es auch schwerer als wir mit dem Stuntscooter, weil sie sich nirgendwo anhalten können. Die Griffe vorne am Scooter nennt man übrigens Grips. Das und die anderen Teile eines Stuntscooters zeigen wir euch in unserem Video.

    Man muss ein bisschen aufpassen am Skaterpark, denn die meisten anderen dort sind älter als wir und fahren recht wild durch die Gegend. Die Großen regen sich dann immer auf, wenn wir im Weg stehen. Dabei stehen wir ja gar nicht im Weg. Der Skaterpark ist doch für alle da! Wir üben unsere Tricks, wie zum Beispiel einen Talewipp. Bei diesem Trick muss man das Tale (das Brett, auf dem man steht) um 360 Grad drehen. Am Anfang haben wir uns eher darauf konzentriert alle Rampen zu schaffen und dann erst die Tricks zu üben, denn wir wollten ein gutes Gefühl für die „auf und ab`s“ dort bekommen.

    Wenn wir andere Scooterfahrer treffen, die es noch nicht so gut können, versuchen wir ihnen immer zu helfen. Wobei die Besseren uns immer auslachen. Das stört etwas. Ruven erzählt: „Einmal als ich mit jemandem zusammengekracht bin, habe ich gedacht, dass er mich gleich verprügeln wird, aber er war sehr nett zu mir und hat sich sogar entschuldigt. Das kommt gar nicht so oft vor. Wenn ich auf meinem Stuntscooter stehe, fühle ich mich frei und ich muss nicht mehr an die ganzen stressigen Schulsachen denken. Am Skaterplatz kann ich mich in der frischen Luft bewegen und den ganzen Frust aus mir rauslassen. So als ob ich fliegen könnte.“

    Wir empfehlen euch, immer einen Helm zu tragen (safety first) und euch einen guten Stuntscooter zu besorgen und Schützer mitzunehmen, dann kann der Spaß richtig beginnen. Auf die wärmere Jahreszeit freuen wir uns schon sehr, denn dann können wir immer etwas länger dort bleiben. Wenn es dann dunkel wird, ist dieser Park super beleuchtet und das sieht sehr abgefahren aus. Letztendlich finden wir den Skaterpark einfach urbig!

    ORT: Bergmillergasse (beim Bauhaus), 1140 Wien
    ÖFFNUNGSZEITEN: 8:00 - 21:30 Uhr

    FLÄCHE: ca 700 m2
    EINTRITT: frei

    Anmerkung: Der Skaterplatz Bergmillergasse wird von vielen als "Schandfleck" bezeichnet. Die Toilettenanlage ist nicht mehr benützbar, weil total ruiniert und der gesamte Platz gleicht meistens einer Müllhalde...Der Platz wird nicht ordentlich gereinigt, Mistkübel quillen über,...Die URB`s verstehen nicht, warum über € 600.000,-- für die Gestaltung eines öffentlichen Platzes ausgegeben wird, wenn sich dann niemand um die Erhaltung kümmert. Schade, denn viele Kid`s verbringen hier ihre Freizeit.

    ANFAHRT:
    49er Hütteldorferstraße/Bujattigasse
    U4 Hütteldorf Endstation

    Weitere Skaterplätze in Wien:
    Donaupark, Prater, Donauinsel, Kurpark Oberlaa, wer kennt noch so einen urbigen Platz?

    By: Nils Krohn & Ruven Rittberger

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