News, UrbTV, 02.11.2010

Heinz Feldmann erzählt vom Paradies.

    Der Visionär Heinz Feldmann erzählt WildUrb, wo er sein ganz persönliches kleines Paradies am Stadtrand von Wien gefunden hat und wie er sich im Sinne der Gemeinwohl-Ökonomie engagiert. Er erzählt davon, dass er seit nun einem halben Jahr in Kalksburg, in einem ehemaligen Jesuitenkloster lebt und dass Menschen in der Großstadt oft das gemeinschaftliche Zusammenleben vermissen. Hier im Wohnprojekt namens B.R.O.T ist das anders.

    Gemeinschaftlich wohnen wird man auch in seinem eigenen Wohnprojekt, welches er beim ehemaligen Nordbahnhof im 2. Bezirk gerade baut. Hier wird es neben einem eigenen Fuhrpark aus Elektroautos zum Car sharen auch ein Kaffeehaus mit angeschlossenem Bürokonzept für Einzelunternehmen und einen Wellnessbereich für alle Mitbewohner geben.

    Der Urb findet das großartig! Und bittet Heinz um ein persönliches Statement.

    Hier ist es...

    DIE WIRTSCHAFT SOLL DEM MENSCHEN DIENEN UND NICHT UMGEKEHRT.
    Seit ich im zarten Alter von 21 Jahren ohne Eigenmittel und mit einem Kredit der ortsansässigen Raiffeisenbank meine erste Firma gegründet habe, bin ich mit Begeisterung "Unternehmer". Zwar waren nicht alle meine Firmengründungen gleich durchschlagende Erfolge, aber das gehört auch zum Beruf der Unternehmers. Mich hat es immer fasziniert, eigene Ideen umzusetzen und "etwas zu bewegen".

    In den letzten beiden Jahrzehnten jedoch ist mir immer mehr klar geworden, dass etwas mit unserem Wirtschaftssystem ganz grundsätzlich nicht stimmen kann. Wie kann es sein, dass die weltweite Wirtschaftsleistung und der Reichtum steigt und gleichzeitig seit geraumer Zeit die Armut wieder dramatisch zunimmt? Wie kann es sein, dass die Steuerlast auf Arbeit immer größer wird und diejenigen, die nicht arbeiten und nur ihr Kapital vermehren immer weniger beitragen? Wie können wir zulassen, dass heute auf dem Globus mehr Menschen in sklavenartigen Arbeitsverhältnissen leben müssen, als zur Hochblüte der Sklaverei? Wie können wir tatenlos zusehen, wie unser schöner Planet nachhaltig ruiniert wird und wir auf eine ökologische Katastrophe zu rasen?

    Alles das hat mich bewegt, vor zweieinhalb Jahren Attac-Mitglied zu werden und gemeinsam mit Christian Felber und einer handvoll MitstreiterInnen die Attac-UnternehmerInnen-Arbeitsgruppe zu gründen. Das Ergebnis unserer bisherigen Kooperation ist in das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie geflossen.
    www.gemeinwohl-oekonomie.org

    Das Modell der Gemeinwohl-Ökonomie ist eine Initiative aus der Praxis für die Praxis und bietet eine konkrete Alternative zu den negativen Auswirkungen unseres heutigen Wirtschaftslebens. Sie beruht auf Werten wie Vertrauensbildung, Kooperation, Verantwortung, Mitgefühl und Solidarität und orientiert sich an der Menschenwürde und den Menschenrechten.

    Hier der Platz, an dem das Interview stattgefunden hat: in Kalksburg, ehem. Jesuitenklosten, gem. Wohnprojekt "B.R.O.T"

    Google-Maps

    LINKS

    Buchempfehlung
    Ruhejahr - Ein Jahr nichts arbeiten und allein auf Weltreise
    Heinz Feldmann, ISBN-13: 978-3707602531
    www.ruhejahr.com

    Attac Österreich
    www.attac.at

    Wohnprojekt Wien
    www.wohnprojekt-wien.at

    By: Heinz Feldmann

    Kommentare einloggen oder registrieren

    All entries must be in accordance with the Wild Urb terms and conditions of use.

    Nothing found in the guestbook.

    German