UrbTV, 07.03.2013

FROM DUSK TILL DAWN am Friedhof der Namenlosen.

Thomas Rottenberg erzählt WildUrb von einer skurrilen Story, die er hier einst erlebte. Sie handelt von einem französischen Pärchen, 2 eingefleischte WildUrb´s, die vom „Flex“ am Donaukanal den Weg hierher zu Fuß gegangen sind. Warum sie das getan haben? Video anschauen! Warum Thomas gerade from dusk till dawn hier am Friedhof der Namenlosen verbracht

    Regelmäßig trieb der Wasserwirbel am Stromkilometer 1918 die Leichen Ertrunkener an Land. Die Namen der Opfer blieb meist unbekannt, denn entweder handelte es sich um Menschen, die aus Verzweiflung von den Donaubrücken in den Freitod sprangen – eine Schande für die Angehörigen jener Zeit, oder aber der Fluss hatte die Leiche bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Nur 43 Begrabene konnten bis heute identifiziert werden, alle anderen Kreuze tragen ein »unbekannt«.

    Der Friedhof besteht aus zwei Teilen. Der alte Bereich wurde durch Hochwasser zerstört und ist völlig überwuchert, aber ein Gedenkkreuz erinnert an die 478 hier Beerdigten. Um die Jahrhundertwende wurde der heutige Friedhof errichtet, der bis 1940 in Betrieb war. Seit damals wurde hier niemand mehr begraben, wußte Herr Fuchs jun. Er war der Sohn von Herrn Josef Fuchs senior, von Beruf Gärtner, der letzte Totengräber von Albern. Er kümmerte sich bereits von 1930 an um den Friedhof der Namenlosen. Als Herr Fuchs mit 90 Jahren starb, übernahm der Sohn seine Aufgaben. Herr Fuchs jun. ist bereits 1996 verstorben. Diesen Hinweis verdanken wir einem eifrigen Urb, der uns per Email darauf aufmerksam machte. Vielen Dank an dieser Stelle.

    Google-Maps

    Herr Fuchs jun. wußte viele Geschichten, die ihm der Vater erzählt hat. Das sind gruselige und mystische Geschichten, genauso wie romantische und tragische Begebenheiten. Manchmal, so erzählte er, kämen Menschen vorbei, die hier schon einen lange verschwundenen Angehörigen vermuten. Erfolgreich sei bei der Suche jedoch noch keine/r gewesen. Denn niemand wisse so genau, wer hier wirklich begraben liegt. Auch den einen oder anderen Touristen verschlage es von Zeit zu Zeit hierher. Doch an dem Tag unseres urbigen Besuches mit Thomas Rottenberg hier am Friedhof der Namenlosen, ist nur ein weiteres Filmteam vor Ort. Zu verlockend ist wohl der abgeschiedene Ort mit der höchst originellen Mischung aus romantischer-unwirklicher und gruseliger Filmkulisse.

    In einem amerikanischen Film, der Mitte der 90er Jahre in Wien gedreht wurde, war dieser Friedhof einer der Schauplätze. „Bevor Sunrise“ hieß die Liebesgeschichte um einen Amerikaner und eine Französin, die zusammen eine Nacht durch die österreichische Hauptstadt streifen, bevor sie am nächsten Tag wieder aufbrechen, in verschiedene Richtungen. Sie wollen sich in genau einem Jahr an genau diesem Ort wieder treffen. Wie urbig! Vielleicht haben sich die beiden Protagonisten des Films ja gerade hier ineinander verliebt. Denn während sie durch die Gräberreihen spazieren, erzählt sie ihm: „Ich war schon mal als Teenager hier. Ich glaube mich hat dieser Friedhof mehr beeindruckt als jedes Museum. Als kleines Mädchen glaubte ich, wenn niemand von deiner Familie und deinen Freunden weiß, dass du tot bist, dann bist du gar nicht richtig tot“.

    Thomas Rottenberg erzählt WildUrb von einer mindestens ebenso skurrilen Story, die er hier einmal erlebt hat. Es handelt sich um ein französisches Pärchen, 2 eingefleischte WildUrb´s, die des Nächtens vom „Flex“ am Donaukanal den Weg hierher zu Fuß gegangen sind. Warum sie das getan haben? Video anschauen! Warum Thomas gerade from dusk till dawn hier am Friedhof der Namenlosen verbracht hat? Das wissen nicht mal die Urb`s ;-)

    Was wir aber sicher wissen ist, dass euch dieser Track hier ganz besonders gefallen wird: Einsame Seelen - unbedingt HinGEHEN!

    By: Doris Rittberger

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